Galerie
1969 · Exposé von Prof. Peter Recker zum Mosaikfries „Glaube und Wissenschaft“
im Rechenzentrum der Kath. Universität Eichstätt, vormals Kapelle St. Wunibald
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„Da fanden sie ihn im Tempel, mitten unter den Lehrern sitzend, auf sie hörend und sie befragend.“
Lukas 2,46
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Kommentar zum Mosaik
Auch in diesem Haus Gottes sitzt der junge Mensch unserer Zeit hörend und fragend. Die Lehrer, unter denen der Jesusknabe steht, diskutieren und ringen miteinander (oder über ihn hinweg) um eine Deutung und Klärung der Fragen, die zu jener Zeit im Tempel von ihnen angesprochen wurden. Sie erscheinen ihm wie die Forscher der Wissenschaften, wie die Theologen, die Denker und die Weisen unserer Tage. Sein Leben ist konfrontiert mit der Unruhe und den Problemen dieser Welt des ausgehenden 20. Jahrhunderts, mit der Frage nach ihrer Existenz und ihrer Bedeutung, dem Mysterium unseres Daseins, den vielen neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaft, die uns als Folge des „faustischen“ Dranges des Menschen, tiefer und tiefer einführen in das Begreifliche und zugleich Unbegreifliche und Geheimnisvolle dieser Welt, in der wir leben und deren Teil wir sind.
Zu sehr haben sich die Zusammenhänge – die noch im vergangenen Jahrhundert gesehen und begriffen werden konnten – durch intensivste Forschung auf allen und auch neuen Spezialgebieten losgelöst, und wir sind nicht mehr in der Lage, ein Ganzes zu sehen. Wer erlaubt sich, über Theorien von Max Planck oder Albert Einstein zu diskutieren? Erscheint es uns nicht als ein Wunder, wenn kühne Gedanken von Denkern durch Experimente von Forschern bestätigt werden? Bescheiden müssen wir uns mit einer bildsymbolischen Darstellung zufriedengeben und können bestenfalls tiefere Zusammenhänge aus ihnen heraus nur erahnen.
Aus der Fülle neuer Erkenntnisse – bei der die reinen Geisteswissenschaften ihres abstrakten Wesens wegen in dieser bildhaften Darstellung nicht berührt werden könnten – sind nur wenige in bildsymbolischer Form um die Gruppe der Personen aufgeführt und angedeutet, die von Lukas in der Tempelszene beschrieben wird.
Sie erscheinen gleichsam nur als eine Andeutung auf die Vielfalt der Konfrontationen des heutigen Menschen mit Forschungs- und Entwicklungsergebnissen, die sein äußeres, aber dadurch auch sein inneres Leben wesentlich beeinflussen.
Da steht zu Beginn der drohende Komplex der Atomenergie. Niels Bohrs Modell, gleichsam als eine graphische Hilfe, die Konstruktion der „Bausteine“ der Natur zu verstehen, macht den Anfang dieser bildsymbolischen Zeichen. Um den Nukleus kreisen die Elektroden. Wasserstoff besitzt das einfachste Atom. Sein Nukleus, ein Proton, ist ein unteilbar positiv geladener Teil. Wasserstoff ist das erste Element im Periodensystem. Anzahl der Protonen und Elektronen regeln den chemischen Bestand der Elemente.
Diesem Zeichen gegenüber beginnt die heilsgeschichtliche Bildfolge mit Genesis 1,2 „die Erde war wüst und leer und der Geist Gottes schwebe über den Wassern.“ Die erste Materie, die in der Beschreibung des Schöpfungsaktes angesprochen wird, ist Wasser. Zu welch neuer Tiefe in der Erkenntnis unvorstellbarer Kräfte führt uns die Atomphysik und mit ihr als einem Teil die Wasserstoffbombe? Aus dem Wasser gewann das Leben Form und Gestalt, vom Anorganischen der Kosmogenese hin zum Leben in der Biogenese und aus ihr in einer zielgerichteten Entwicklung – „dem Pfeil des Humanen, wie Teilhard de Chardin es nennt – zur Geburt des Geistes, der Noegenese.
Das Zeichen einer atomaren Explosion über Niels Bohrs Atommodell erinnert in seiner Form an die große Sonne im Bild des Schöpfungsaktes, als Gott sprach: „ Es werde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war.“ (Gen. 1, 3-4)). Hier Gottes Werk – hier Menschenwerk. Wer wollte in dieser Gegenüberstellung nicht die unheilvolle und tragische Entwicklung sehen, die fünf Tage nach Beginn des Schöpfungsaktes mit den Worten ihren Anfang nahm, die Gott den ersten Menschen mit auf den Weg gab: „Seid fruchtbar und mehret Euch, füllt die Erde und macht sie Untertan und herrscht über des Meeres Fische, die Vögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf Erden regt.“ (Gen.1,28).
Tragisch möchte ich das- um beim Licht zu bleiben – im Sinn und Bild einer Kerze verstanden und gesehen wissen, die im Augenblick ihres Entzündens – Licht und Wärme spendend – doch dem Untergang geweiht ist.
Die untereinander gestellten Kreise neben dem Zeichen der atomaren Explosion deuten auf die Spulen der Datenverarbeitungsmaschinen und somit auf die Kybernetik hin, einer Wissenschaft (oder Hilfswissenschaft, wie manche formulieren), die Steuerungsvorgänge, Regeltechniken, Informations-verarbeitung in der Technik, der Psychologie, Soziologie und vielen anderen Zweigen vornimmt und dabei auch mathematische Methoden des Statistik und der Wahrscheinlichkeit mit einsetzt.
Teils gehemmt durch sein unzureichendes Begriffssystem, teils begrenzt in der Wahrnehmung seiner Sinnesorgane, zum anderen bestrebt, sein Denkzentrum zu entlasten, gewonnene Daten zu speichern und neue für sich gewinnen zu lassen, tastet sich der Mensch mit Hilfe dieser Maschinen mühsam durch das Zwielicht seiner erforschten Welt in noch dunkel verhangene Urgründe vor, um, dem Trieb des Wissens folgend, das Licht der Erkenntnis leuchten zu sehen.
Trotz großer Erfolge, die er dabei auf allen Gebieten der Naturwissenschaft machte, geben ihm neue Einsichten auch neue Rätsel auf. Wiederum füttert er mit Bruchteilen seiner Forschung die Automaten und Computer, die ihm ihrerseits wieder gehorsam und willig mit neuen Ergebnissen bereichern.
Die physikalischen Grundprinzipien, die für Jahrhunderte benutzt wurden, um die Welt und das All zu erkennen, haben heute ihre Gültigkeit verloren. Masse und Energie, Raum und Zeit können nicht mehr klar geschieden werden. Durch die Ergebnisse der Atomphysik und die Atombombe ist die Tatsache klar geworden, dass Energie und Masse gleich sind; in der Astrophysik verschmelzen Zeit und Raum in der nebelhaften Weite des Alls.
Im mittleren Feld hinter dem Altar erscheint Einsteins bedeutende Formel E=mc2. Mit ihr bringt dieser kühne und geniale Denker folgendes zum Ausdruck: die in der Materie eingeschlossene Energie ist gleich der Masse dieser Materie, multipliziert mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit. Ein erstaunliches Ergebnis liegt vor uns. Ein Gramm Materie entspricht 25 Millionen Kilowatt.
Nachrichtenübermittlung und nachrichtenverarbeitende Systeme sind in unserer Zeit von besonders großem Einfluss und Bedeutung. Das Kunstwerk, selbst eine Nachricht, eine Botschaft aus vielen Informationsteilen, Träger ästhetischer Informationen, ist von den Massenmedien im großem Kommunikationsprozess zweifellos von seiner ursprünglichen Bedeutung als Medium der Mitteilung verdrängt worden.
Aus der großen Zahl der Möglichkeiten für den Rahmen des Themas dieses Mosaiks ein Zeichen zu finden, wählte ich ein Bild stilisierter, funktechnischer Sendestrahlen und schwarze und weiße Code-Zeichen. Sie erscheinen am oberen Rand des zentralen teils hinter dem Altar. Angeregt hierzu wurde ich durch die Arbeit eines Amerikaners, Frank D. Drake, funktechnische Möglichkeiten zur Verständigung mit außerirdischen, intelligenten Lebewesen zu erwägen. Code und Methode des Forschers setzen voraus, dass Gesetze des logisch-abstrakten Denkens im ganzen Universum die gleich sind. Sendungen, die über den Bereich unseres solaren Systems hinaus ausgestrahlt wurden, blieben bis heute ohne Antwort. Der „Mittelpunktsglaube“ des Menschen ist überwunden. Die Wissenschaft steht im Begriff, auch in diesem Beispiel anthropozentrische Vorurteile hinter sich zu lassen.
Ein weiteres Zeichen im rechten Teil des zentralen Bildes hinter dem Altarbedarf noch der Erwähnung: ein wabenartiges Gebilde, das formal in etwa an die chemische Formel erinnert, die im Bereich der Biologie unter dem Namen Desoxidribonukleinsäure (oder abgekürzt DNS) als Träger der genetischen Information in den Chromosomen des Zellkerns eine bedeutende Rolle spielt.
Die Gene sind für jeweils ein spezifisches Zellprodukt verantwortlich. Sie bestehend aus einem DNS Molekül mit durchschnittlich 1500 Baupaaren als Informationsbuchstaben. Die Dechriffrierung des genetischen Codes ist ein außerordentliches wissenschaftliches Ereignis. Welche Möglichkeiten, welche Einflussnahme, sei es durch Regelung oder Steuerung sind in die Hand des Menschen gegeben: Ja, über die Entstehung des Lebens selbst schreibt der amerikanische Nobelpreisträger Melvin Calvin:
„Es ist gelungen, durch ultraviolette Bestrahlung einer verdünnten Riboselösung ADENOSIN zu erzeugen. Wenn nun dieses Adenosin mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird, so erhält man nicht nur Adenylsäure, sondern sogar jene Substanz (APT), welche die elementare Energiequelle aller heutigen Lebewesen darstellt. Damit ist bewiesen, dass sich nicht nur die Bausteine des heutigen Lebewesen, sondern auch die elementare biologische „Energiewährung“ durch nicht biologische Methoden künstlich erzeugen lässt.“
Wenn wir nun fragen: warum diese Zeichen, diese nur vage und nur aus wenigen Gebieten der heutigen Forschung und Wissenschaft aufgegriffenen Zeichen, im Rahmen dieses Mosaiks?
Dann müssen wir an den Anfang der Deutung dieses Bildwerkes zurückkehren und antworten:
Wir alle – und nicht nur der junge Mensch im Gestühl dieses Kapellenraumes – stehen unter den Weisen und Lehrern unserer Zeit , „auf sie hörend und die befragend“. Mit jeder neuen Erkenntnis kommt neue Unruhe über uns und mit ihr die letzte, aber entscheidende Frage:
Wird all dies dem Menschen nur dienen zur Erreichung einer intensiven, komplexen und integrierten geistigen Aktivität, die die Gattung Mensch zu einem höheren Niveau der Hominisation führt oder bedeutet dies auch gleichzeitig Teilnahme an dem christlichen Reifeprozess für die Parusie?
Dann trifft unser Auge das Lamm Gottes im Zentrum des Bildes, Sinnbild Christi und seines Opferodes.
Ein jeder gebe aus seinem christlichen Glauben – sofern er die Gnade hat, sich von ihm getragen zu wissen – die Antwort auf diese letzte frage – und handle danach in seinem Leben.
Dies ist Wunsch und Hoffnung zugleich des Autors, der aus vielen Tausend kleinen Marmorsteinen dieses Bild zusammenfügte.
Bildablauf
Der Bildablauf auf der Längswand des Kappellenraumes beginnt an der Eingangstür.
Im Schöpfungsakt wird neben der großen Sonne, die Licht und Finsternis scheidet, ein Bild gezeigt, das auf eine der Theorien hindeutet, wie sich die heutige Astronomie die Entstehung der Erde vorstellt.
Aus einem Ur-Nebel kosmischen Staubes wird der Erdball in den Weltraum geschleudert. Diese Urform, aus der die Erde ihr Momentum erfährt, könnte als Auge Gottes gedeutet werden.
Im Meer beginnt das Leben. Noch ohne freien Sauerstoff, zerfielen organische Substanzen, sammelten sich an geeigneten Stellen und reagierten miteinander. Kohlenstoffe verbanden sich miteinander, und es entstanden komplizierte Moleküle. Irgendwann sind dann Verbindungen entstanden, die wir heute als Ribonukleinsäure (RNS) oder Desoxidribonukleinsäure (DNS) sowie als Proteine kennen.
Die Vernetzung von Proteinketten zeigt das erste Bild im Wasser des Weltmeeres. Durch unendlich komplizierte Verbindungen und über unendliche Zeiträume hinweg entwickelte sich das erste lebende Protoplasma, von dem sich teilenden Materietropfen die erste Zelle, von den Einzellern die Amöbe, von der Amöbe die Sterntierchen und von diesen der Fisch.
Im Kampf um die Existenz frisst der größere den kleineren Fisch. Sein Grätenskelett liegt am Boden. Durch die Verwesung gelangt der nutzbare Stickstoff in den Boden. Dort wird er von den Pflanzen aufgenommen und zu neuem Leben im ständigen Kreislauf wieder verarbeitet.
Dann sprach Gott: „Lasst uns Menschen machen nach unserem Abbild, uns ähnlich, sie sollen herrschen über des Meeres Fische, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über alle Landtiere und über alle Kriechtiere am Boden. So schuf Gott den Menschen … als Mann und Frau erschuf er sie.“ (Gen. 1,26-27).
Das erste Menschenpaar steht aufrecht, den Blick nach oben gerichtet, einander gegenüber, in der der Erkenntnis Gottes, der ihm seine Aufgabe im Schöpfungswerk zugedacht hat. Neben ihm, am Baume der Erkenntnis von Gut und Böse, windet sich das gottfeindliche Wesen, die Schlange, um den Stamm und nähert sich von rückwärts dem Menschenpaar.
Im unteren Teil des Frieses steigt vom ersten Tag der Schöpfung der dunkle Bereich der Erde langsam empor, bis er unter dem nun folgenden Bild des Brudermordes zum ersten Mal abbricht und weiter, über die ganze Länge der Darstellung hin, im Auf und Ab die Höhen und Tiefen der Menschheitsentwicklung innerhalb der göttlichen Heilsgeschichte begleitet.
Dem Bild des Brudermordes wurde eine Bedeutung beigegeben, die an Krieg und Konzentrationslager erinnert: im Stacheldraht erschlagen hängt Abel, das erste Opfer menschlicher Gewalttätigkeit. Fußspuren führen zu einer Grenzlinie. Jenseits dieser steht der Mörder in geduckter, schleichender Haltung. Belastet mit dieser Schuld baut der Mensch seine Burgen, seine Städte, getreu dem Wort der Genesis: „Kain erkannte seine Frau, sie empfing und gebar Henoch, der wurde Erbauer einer Stadt.“ (Gen. 4,17).
Als symbolhaftes Zeichen des Evolutionsprozesses erscheint in den Schichten des Erdreiches das Bild des Urvogels Archeopterix, der unweit von Eichstätt im Kalkgestein gefunden wurde. Ein Beweisstück jener Entwicklungskette der Lebewesen, die im Wasser ihren Ursprung fand und sich über das Land in die Luft hinein fortsetzte.
Und in freier Form sei es erlaubt, auf den gleichnishaften Sinn hinzudeuten, dass in der Entfaltung des Lebens auf der Erde Vögel und Primaten im gleichen Zeitraum stehen. Sollte gleichsam der Höhenflug des menschlichen Geistes, der am Ende der Entwicklung steht, über die Erdgebundenheit seines Trägers hinaus durch diese Geschöpfe sinnbildlich angekündigt werden?
Zwei Bilder sind in den Ablauf der Heilsgeschichte dieses Frieses mit aufgenommen worden, die in besonderer Weise den Anruf Gottes an den Menschen zum Ausdruck bringen: das Bild der Glaubensprobe Abrahams, als Gott von ihm höchste Opferbereitschaft und restlose Hingabe verlangte und das Bild von der nächtlichen Berufung Samuels, da er im Tempel schlief. „Der Leuchter Gottes war noch nicht erloschen, da rief der Herr den Samuel und dieser antwortete: Hier bin ich!“
Zwischen beiden Bildern steht hoch aufgerichtet Moses, der Verkünder göttlicher Gesetze, die Tafel mit den Geboten über den Kopf erhoben, zum Zeichen der Verkündigung jenen, die sie befolgen werden, aber auch im Zeichen heiligen Zorns die zu treffen, die den göttlichen Willen missachten.
Eingebettet, beschützt und beschirmt durch die mächtigen schwingen des Engels der Verkündigung, sehen wir im folgenden Bild Maria, die Mutter des Erlösers, nach Gottes Entschluss bestimmt, die gebenedeite Frucht ihres Leibes, Jesus, der Menschheit zu schenken.
Mit dem Tod des Erlösers endet die Reihe der heilsgeschichtlichen Bilder. Mit jedem Bild geht der Ruf Gottes an die Menschen. „In der Welt war er und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht“ , sagt in seinem Prolog Johannes, der neben dem Kreuz steht. „In das Seine kam er, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Vollmacht, Kinder Gottes zu werden.“
Dicht an den Leib Jesu am Kreuze gedrängt erkennen wir die Gestalt einer Frau. Ist es Maria, seine Mutter, oder in ihr die Ecclesia, die in diesem Augenblick auf Golgatha ersteht? Als makellose Braut des makellosen Lammes wird sie in der Apokalypse beschrieben, „unsere Mutter“ wird sie genannt. Christus hat sie geliebt und für sie hat er sich hingegeben, um sie zu heiligen.
Der Fries der Längswand biegt nun ein in den der Altarwand. Ein merkwürdiges, abstraktes Bild füllt diesen Übergang: dreieckige Formen, rhythmisch geordnet und mit Spiralen durchsetzt willen sie zum Ausdruck bringen, wie durch die Wirkung des Heiligen Geistes und durch seine Kraft die Kirche sich allzeit verjüngt, sich immerfort erneuert und ihre Glieder zur vollkommenen Vereinigung mit Christus geleitet.
Im vertikalen Verbindungsstück zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Frieses, das vom Boden des Altarbereichs bis an die Decke reicht, wird die christliche Hoffnung dargestellt, die die dogmatische Konstitution über das Mysterium der Kirche folgendermaßen zum Ausdruck bringt: „Während sie allmählich wächst, streckt sich die Kirche verlangend aus nach dem vollendeten reich, mit allen Kräften hofft und sehnt sie sich danach, mit ihrem König in Herrlichkeit vereint zu werden.“
Peter Recker,
Eichstätt 1969

